Das traditionelle Handlesen ist sehr genau und bezieht sich nicht nur auf die oft bekannten Linien von Herz, Kopf und Leben, sondern verwendet zahlreiche andere Linien und Formen, um möglichst präzise zu analysieren. 

Vedisches Handlesen

Das vedische Handlesen hat eine lange Tradition, die Ursprünge entwickelten sich aus den vedischen Strömungen in Indien und lassen sich auf etwa 800 v.Chr. zurückverfolgen. 

Über die östlichen Ländern kam das Wissen schließlich bis nach Europa. Das erste deutsche Buch zum Thema erschien im Jahr 1448 unter dem Titel „Die Kunst Chiromantia“ von Johannes Hartlieb. In der Zeit von 1650 bis 1780 war die Handwissenschaft sogar offizielles Studienfach an deutschen Universitäten und wurde erst mit dem Aufkommen der Strömungen der Aufklärung Ende des 18. Jh. abgeschafft und das Wissen verschwand mehr und mehr in den Untergrund. 

Durch einen Offizier der napoleonischen Armee, der von einer andalusischen Frau aus der Hand gelesen bekam, wurde das Wissen wieder öffentlicher. Er, D‚Arpentigny, verfasste nach seiner erstaunlichen Begegnung ein Werk zur Handwissenschaft mit dem Namen „La chirognomie“, das 1843 veröffentlicht wurde. 

Ab diesem Zeitpuntk lassen sich im deutschen Raum verschiedene Strömungen nachverfolgen, die bis zum heutigen Zeitpunkt das Wissen um die Kunst des Handlesens lebendig erhalten haben. 

Noch erwähnenswert ist Marianne Raschig, die in den 1920er und 1930er Jahren in Berlin sehr bekannt war und von vielen Politikern, Künstlern und Persönlichkeiten der Zeit Handabdrücke analysiert hat und diese in zwei Bänden („Hand und Persönlichkeit“) veröffentlichte. Hierunter waren bekannte Namen wie etwa Albert Einstein, Marlene Dietrich oder Enrico Caruso. 

Beim Handlesen wird die Hand in verschiedene Bereiche und Ebenen eingeteilt.

Grob unterscheidet man zwischen den Bergen, den Hauptlinien und den Unterlinien.

Die Bereiche der Berge in der Handfläche werden einzelnen Planetenkräften zugeordnet (siehe Abbildung). Sie bilden die Unterstruktur der Hand oder auch die Seelenlandschaft. Die Hauptlinien sind eigentlich die bekanntesten Linien mit der Herz-, der Kopf- und der Lebenslinie. Sie repräsentieren, wie wir lieben, denken und leben. Die Unterlinien können anzeigen, wie weit wir uns bereits über unsere Qualitäten bewusst sind und welchen Lebensweg wir damit gehen.

Insgesamt kann man auch die Strukturen oder Linien in unserer Hand so beschreiben, dass die Linien auf unserer Hand anzeigen können, wie wir unsere Seelenstruktur bereits nutzen, beispielweise was überwiegt, was ist aus der Balance geraten und wo leben wir ausgewogen.

Dies ist aber zuerst nur die grundsätzliche Einteilung, verschiedene andere Faktoren haben auch einen großen Einfluss auf die Deutung der Hand.

Wie stehen beispielsweise die Finger, welche Linien fließen durch die Finger, wie sind die Linien in der nicht-aktiven Hand, wie ausgeprägt ist der Daumen, welche Farbe und welche Temperatur haben die Hand, welche Form haben die Fingernägel? Zusätzlich gibt es noch besondere Zeichen, die nur in einigen Händen gefunden werden können.

Eine Handanalyse ist eben somit nicht nur ein Beschränken auf die Länge von Linien, sondern viele andere Elemente spielen hier eine große Rolle, die gemeinsam gedeutet werden müssen, um ein wirklich aussagekräftiges Bild zu erhalten.

Ganz wichtig ist auch, dass sich viele Strukturen in unserer Hand über die eigene Entwicklung und unsere Lebensumstände immer wieder verändern können. Hier ist es interessant nach mehreren Monaten oder einem Jahr eine Folgeanalyse durchzuführen und gezielt nach Veränderungen zu schauen.

Der erste Schritt der Handanalyse ist der Abdruck beider Hände. Die Abdrücke werden mit einer speziellen Tinte genommen und zeigen ein noch detaillierteres Bild der feinen Strukturen der Hand mit vielen Unterlinien. 

Dann tauche ich ein in die individuellen Strukturen der Hand, dabei erkläre ich immer wieder etwas zu den Grundstrukturen und ihren Bedeutungen.

Zuerst gehe ich mit meinem ersten Eindruck, jede Hand hat meist auf den ersten Blick bereits ein Grundthema, hier ist oft der Einstieg in die Analyse möglich.  

Nach und nach steige ich dann immer weiter in die Details ein. Wir sprechen über die Berge, die Hauptlinien, die Unterlinien, die besonderen Zeichen, die Ausprägung der Finger und die Stellung zu der Hand. Teilweise kann man auch einsehen, wo der Mensch im Leben gerade stehst und wie der persönliche Weg weiter gehen kann.

Bei der Handanalyse geht es darum, dass wir tief in die Strukturen des Wesens Einblick erhalten können. Wo liegen eventuell verborgene Talente? Was ist im Gleichgewicht, welche Kräfte wirken unter Stress? Welcher Bereich des Lebens könnte mehr Aufmerksamkeit vertragen? Was wirkt eventuell im Verborgenen? Was möchte noch entdeckt werden? Wie bereit bin ich für eine Beziehung?

Schon neugierig…….?

Grundsätzlich gebe ich keine Aussagen zu Lebensdauer oder eventuellen Unfallwahrscheinlichkeiten an.

Zum Einen, da sich die Zeichen und Linien in der Hand immer wieder verändern können und zum Anderen, weil solche Aussagen oft eine selbst-erfüllende Prophezeiung enthalten. Wenn ich mich gedanklich und gefühlsmäßig stark auf ein bestimmtes Ereignis einstelle, wird dies auch mit höherer Wahrscheinlichkeit eintreten. Und da gibt es wahrscheinlich schönere Dinge als unbewusst beständig den eigenen Tod zu visualisieren ;-)!

Angebote und Preise

Vedische Handlesung


Eine erste Handlesung dauert etwa 90 – 120 min. Je nachdem, wie sehr wir ins Detail gehen.

Erstlesung:              90 min      95€

                                  120 min     120€

Folgelesung:           60 min       65 €

                                   90 min      90 €

(Ermäßigungen sind auf Anfrage gerne ohne Nachweis möglich.)

Systemische Aufstellung der eigenen Hand

(Voraussetzung ist eine Handlesung)

Aufstellung:

Ca. 90 – 120 min (Vorgespräch + Aufstellung)   140€

(Ermäßigungen sind bis 110€ möglich.)

Du hast noch Fragen oder Unsicherheiten? Dann melde dich gerne bei mir oder nimm an einem meiner kostenfreien Infoabende teil!